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Ihre persönliche Gästefarm 
in den Erongobergen, Namibia

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Omandumba Gästefarm und Bushcamp in der Corona Krise - Unsere aktuelle Lage

Omandumba-Team

Hier auf unserer Website nehmen wir Euch mit auf eine virtuelle Reise und wollen Euch zeigen, wie wir diese schwierige Zeit erleben und Euch mit regelmäßigen Nachrichten über Omandumba und seine Mitarbeiter versorgen. Wir möchten Euch mit Geschichten und Bildern aus unserem Alltag ein bisschen Namibiagefühl nach Deutschland schicken. Wir wissen, wie viele von Euch die geplante Reise durch die gegebenen Umstände absagen müssen oder mussten und hoffen, Euch so doch noch ein kleines Stück Namibia zeigen zu können und bei Euch die Vorfreude auf die nächste Namibiareise zu erhalten oder zu wecken. Wir bleiben in Kontakt!

Der Anfang

Als wir das erste Mal von Corona hörten, hätten wir nie damit gerechnet, dass die Situation so bedrohlich für uns werden könnte. Die möglichen Folgen wurden uns erst bewusst, als in Europa die ersten Grenzen geschlossen wurden. Zu der Zeit war unser ältester Sohn Christian für ein Praktikum in Deutschland. Er schaffte es gerade noch den letzten Flug nach Hause zu nehmen, bevor Namibia die Grenze und den internationalen Flughafen schloss. Wir waren überglücklich, dass er wieder bei uns war. Aber damit wurde uns auch der Ernst der Lage deutlich. Wie sollten internationale Gäste zu uns gelangen, wenn die Grenzen geschlossen sind? Als am 17. März der nationale Notstand ausgerufen wurde, war klar, dass wir wohl nicht mal mehr mit Gästen aus Namibia rechnen konnten. Das heißt für uns, dass wir für eine nicht absehbare Zeit keine Einnahmen erzielen.

Bis zum 24. März hatten wir noch einige Gäste auf der Farm. Nachdem diese nun abgereist sind, sind wir allein. Schon am 14. März hatten wir angefangen, mit den Angestellten Gespräche darüber zu führen, wie es weitergehen kann. Uns selbst war schnell klar, dass wir unsere etwa 20 Mitarbeiter nicht in der gewohnten Weise weiter beschäftigen können. Aber was sollten wir jetzt tun?

In Namibia gibt es keine staatlichen Unterstützungen wie Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld. Wir sind also auf uns selbst angewiesen und müssen alleine sehen, wie wir durch diese Krise kommen. Die Regierung stellt zwar jedem Bürger einen einmaligen Betrag von 750 N$ (48,-- EUR) pro Person bereit, aber damit kann sich keiner lange über Wasser halten.

Zunächst haben wir jeweils eine Person von den bei uns arbeitenden Ehepaaren entlassen. In den darauffolgenden Tagen wurde uns jedoch bewusst, dass die Reisebeschränkungen lange andauern werden und unser Geld auch so nicht reichen wird. Außerdem müssen wir alle gleich behandeln. Das hieß, dass wir entweder alle oder keinen entlassen. Am 27. März haben wir die schwerste Entscheidung unseres Lebens getroffen und allen unseren Angestellten gekündigt. Gleichzeitig haben wir all unseren Leuten angeboten, weiter auf der Farm zu bleiben und so lange es geht den Mindestlohn zu erhalten und von uns weiter mit Fleisch versorgt zu werden.

Am gleichen Tag kam der Lockdown und die Erongoregion wurde abgeriegelt. Ohne Permit dürfen wir unser Gebiet nicht mehr verlassen und niemand darf einreisen. Viele unserer Angestellten wollten zu ihren Familien zurückzukehren. Die San vom Living Museum waren dazu bereits vor dem Lockdown nach Tsumkwe abgereist.

Durch die Reisebeschränkungen konnten viele der Arbeiter jedoch nicht abreisen. Zudem erwarten sie in der Heimat unter Umständen schlechtere Lebensverhältnisse als hier auf der Farm. Daher sind ca. 10 Mitarbeiter bei uns geblieben. In solch schwierigen Zeiten ist es wichtig zusammenzuhalten. Wir haben uns nun darauf geeinigt, dass die verbliebenen Mitarbeiter halbtags für ihren normalen Lohn arbeiten. Auch Thelma und Wolfgang sind noch bei uns und kümmern sich darum, dass auf der Gästefarm und im Bushcamp alles in Stand gehalten wird. Auch unseren drei Mitarbeitern Claudia, Cecil und Christina aus dem benachbarten Damaraland stellen wir ihre Fleischrationen weiter zu Verfügung. Sie können jedoch wegen des Lockdowns nicht zu uns kommen.

Das Fleisch stammt von unserer Farm. Dadurch, dass wir keine Gäste mehr haben, brauchen wir nicht mehr viel davon. Wir gehen davon aus , dass wir ca. alle drei Monate zwei Oryxe oder Zebras erlegen müssen. Wir hoffen darauf, uns so weit wie möglich selbst versorgen zu können. Dazu soll der Gemüsegarten erweitert werden und unsere Hühner haben gerade Küken bekommen. Die Regenzeit neigt sich jedoch bereits dem Ende zu und das Gras wird schon wieder gelb. Insgesamt haben wir bisher 150 mm Regen gehabt, das liegt etwas unter dem erwarteten Durchschnitt. Es wird also wieder trockener und wir werden auf Lebensmittel aus dem Supermarkt angewiesen sein. Dadurch, dass Omaruru (ca. 50 km) und Swakopmund (ca. 180 km) in der Erongoregion liegen, können wir diese Orte weiterhin etwa 1-mal im Monat zum Einkaufen besuchen. Die Einhaltung des Lockdowns wird durch das Militär scharf überwacht. An den Übergängen in andere Regionen gibt es z. T. Straßensperren, die niemanden ohne Permit passieren kann. Dies ist z. B. in Solitaire der Fall.

In Namibia gibt es aktuell (25.04.20) 16 bestätigte Fälle von Corona, aber noch keinen offiziellen Todesfall. Natürlich wird hier viel weniger getestet als in Deutschland oder anderen Ländern. Die genaue Zahl ist deshalb unbekannt. Die wenigen bekannten Fälle waren überwiegend Rückkehrer aus Südafrika oder Italien. Wir stehen weiter in engem Kontakt zu unseren Reiseveranstaltern Pak-Safaris und Chamäleon. Diese versuchen so schnell wie möglich wieder Reisen nach Namibia zu ermöglichen und kümmern sich um jeden einzelnen Fall. Aber durch die momentane Situation sind auch ihnen die Hände gebunden.

Wir und unsere Nachbarn versuchen daher, uns gegenseitig so gut es geht zu unterstützen. Natürlich machen sich alle ihre Gedanken wie es weitergehen wird und jeder hat auch so seine moralischen Tiefpunkte. Wir geben jedoch auf keinen Fall auf und nutzen die Zeit für die Umsetzung neuer Ideen auf der Farm und im Camp. Irgendwann werden die Grenzen wieder offen sein! Wir freuen uns schon sehr darauf, Euch dann bei uns willkommen heißen dürfen!

Bleibt gesund, Fortsetzung folgt,

Eure Familie Rust mit dem Omandumba Team

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Omandumba Special

Unterstützung für das Omandumba Team

Die Omandumba Guestfarm, wurde - wie viele Unternehmen in Namibia - hart von der Coronakrisa getroffen. Tatsächlich ist die Situation ziemlich prekär. Familie Rust und die Angestellten von Omandumba werden nun durch eine Spendenaktion über Betterplace von Henning und Jana Busch unterstützt. 

Hier finden Sie weitere Informationen:

Helfen Sie Omandumba

 

Harald & Deike Rust

Omandumba  Tel: +264 (0) 64 571 086

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